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Auswertung von Wechselrichterdaten einer PV-Anlage

Der TripleLynx Pro Wechselrichter von Danfoss zeichnet die Daten der Photovoltaik-Anlage (kurz PV-Anlage) auf und stellt diese über FTP-Push auf einem 'Datawarehouse' bezeichneten Server ab. Das Programm dient dazu, diese Dateien auszuwerten und grafisch darzustellen, ähnlich wie es die Oberfläche des Webservers bietet.

Neuerdings kann man auch CSV-Daten vom Kaco Powador auswerten. Der Kaco Wechselrichter muss aber eine aktuelle Firmware haben, da das format der CSV-Daten geändert wurde.

Eine detaillierte Beschreibung im PDF-Format ist hier.

 

Folgende Auswertungen werden grafisch dargestellt:

1. Tagesauswertung

Es wird der Ertrag in kWh, die Leistung in kW, Strom oder Spannung über der Tageszeit als Liniendiagramm angezeigt.
Der Tag kann in der Listbox direkt ausgewählt werden oder man kann mit den beiden Pfeiltasten vor- und zurückblättern.
Auf der rechten Seite werden außerdem ein paar Werte für den ausgewählten Tag angezeigt.

2. Monatsübersicht

Es wird der Energieertrag in kWh für jeden Tag des Monats als Balkendiagramm angezeigt.
Der Monat kann in der Listbox direkt ausgewählt werden oder man kann mit den beiden Pfeiltasten vor- und zurückblättern.
Auf der rechten Seite werden außerdem ein paar Werte für den ausgewählten Tag angezeigt.

3. Jahresübersicht

Es wird der Energieertrag in kWh für jeden Monat des Jahres als Balkendiagramm angezeigt. Das Soll für den Monat wird zum Vergleich als grüner Balken dargestellt.
Das Jahr kann in der Listbox direkt ausgewählt werden oder man kann mit den beiden Pfeiltasten vor- und zurückblättern.
Auf der rechten Seite werden außerdem ein paar Werte für den ausgewählten Tag angezeigt.

4. Statistik

Allerlei Statistiken für Technikverliebte. Zur Zeit habe ich:

  • Start- und Endezeit der Produktion, gemessen ab einem einstellbaren Leistungsschwellwert
  • Produktionsdauer
  • Statistik Peakleistung
  • Statistik Tagesertrag
  • Histogramm Relativer Ertrag bezogen auf projektierten spezifischen Ertrag (in Prozent)
  • Histogramm Netzspannung
  • Frequenzspektrum (Häufigkeit der gemessenen Netzfrequenzwerte) zur Überwachung der Netzfrequenz des Stomnetzes. Es sollte bekanntlich 50Hz sein.
  • Histogramm Wechselrichtertemperatur. Bei mir sieht das zur Zeit so aus (um die 40°C scheint ganz OK zu sein):

     

HTML Protokollfunktion

Ein paar ausgewählte Werte werden als Tabelle in eine beliebige HTML-Datei geschrieben. Es müssen in dieser Datei etwa 30 Zeilen freigehalten werden (Leerzeilen), die vom Programm überschrieben werden. Damit ist die Ausgabe weitestgehend unabhängig von der Homepage, die damit versorgt wird. Bei mir sieht das so aus. Man muss nur dem Programm die Zeilennummer mitteilen, ab der in die HTML-Quelle geschrieben werden darf. Gibt man hier Null ein, dann ist die HTML Protokollfunktion ausgeschaltet. Außerdem kann man Inputdateien für sonnenertrag.eu anlegen, die dem SolarLog-Standard entsprechen.

Zusätzliche Funktionen

Demofunktion: Mit "Stand Speichern" und "Stand Laden" ist es möglich, ohne Zugriff auf das Datawarehouse zu haben, alle Auswertefunktionen des Programms zu nutzen. "Stand Speichern" legt die nötigen Daten in einer Datei 'rawdata.csv' im Programmverzeichns ab. Man kann also diese Datei, das Programm und die Einstellungen (die XML-Datei) auf USB-Stick mitnehmen und jemanden zeigen.
Backup und Restore: Backup legt eine Sicherungsdatei mit reduzierten Daten ab. Restore kann aus diesen Daten einen verlorenene CSV-Datei vom Wechselrichter wiederherstellen.
Archivierung: Reduziert die Programmlaufzeit indem alte Daten archiviert werden.
Analyse 70%-Regelung: Ein Abregeln des Wechselrichters auf 70% wird simuliert und die Ergebnisse zum Vergleich bereitgestellt.
Spielwiese: Man kann selbst definierte Auswertungen machen, grafisch darstellen und ggf. abspeichern.

LINUX

Das Programm ist auch unter LINUX verfügbar. Getestet mit OpenSuse und KDE, läuft auch da anstandslos und sieht fast genauso aus.

Hier sind mal die Spannungsverläufe für den Tag dargestellt. Wie man sieht, sind beim Wechselrichter zwei PV-Arrays angeschlossen. Maximal können es drei sein. Mangels Bedarf wurde aber der LINUX Support eingestellt. Wenn es Nutzer geben sollte, die das Programm gerne unter LINUX benutzen wollen, dann mich bitte kontaktieren. Selbst wenn es nur Einer ist, will ich gene etwas für LINUX tun, weil ich es einfach cool finde, dass man mit Lazarus den Quelltext für verschiedene Betriebssysteme kompilieren kann. Der Aufwand ist eben, dass man die Entwicklungsumgebung erst mal hinstellen muss. Alles andere ist dann keine große Sache mehr.

Installation:

Keine! Einfach die zip-Datei (Windows Variante) entpacken und in ein beliebiges Verzeichnis kopieren. Es empfiehlt sich, eine Verknüpfung im Startmenü abzulegen.
Bitte probiert dieses Programm aus, alles geschieht ohne Veränderungen am System, landläufig und verharmlosend als 'Installieren' bezeichnet. Läuft natürlich auch vom Memorystick. Einzige Voraussetzung ist, dass man schreibenden Zugriff auf das Verzeichnis hat, wo das Programm abgelegt wurde, weil ebenda die eingestellten Werte in einer XML-Datei gespeichert werden.

Die (leider meist ältere) Linux Version ist hier.

Nicht vergessen: Basisdaten und FTP Zugangsdaten entsprechend eurer Konfiguration einzustellen. Die Basisdaten werden unter Windows in der Datei 'PV_Ausw.xml' im Programmverzeichnis abgelegt. Unter LINUX ist die Konfiguration im Homeverzeichnis unter '.PV_Ausw.xml' zu finden.

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