Pitztal 2005


Hauptmotto am Samstag, Sonntag, Montag, Dienstag war: Wasser (in Form von Regen, Flüssen und Waserläufen auf den Wegen).
WasserWasserWasser
Anreise bei leichtem Regen, stärkeren Regen und richtigen Regen, je näher wir dem Ziel kamen, dem Hotel Gletscherblick in Mittelberg im Pitztal. Vorerst gab es nur einen Blick aus dem Fenster, doch Nachmittags ließ der Regen etwas nach. Also Aufbruch und schon mal eine kurze Runde gedreht. Der Dank für diese Initiative war ein Murmeltier, daß sich ganz starmäßig fotografieren ließ.

MurmeltierMurmeltier

Am Sonntag war wechselhaftes Wetter angekündigt und am Morgen war nur leichter Niesel, also auf zur ersten Tour. Wir beschlossen, zur Braunschweiger Hütte aufzusteigen und dort weiterzusehen. Aufstieg
Nur, wechselhaft hieß dann aber, daß sich leichter Regen mit stärkerem Regen abwechselte. Die einzig wirkliche Abwechslung war dann, daß der Regen ab 2800m in Schnee überging. Sehr witzig. Also haben wir in der Hütte beschlossen, keine weiteren Wege zu gehen, sondern über einen anderen Weg wieder abzusteigen. Der Alternativweg ist teilweise mit Ketten gesichert
.Weg
Interessant, aber bei dem Wetter war der Spaß hier auch nur gering.

Der Montag zeigte noch mehr Regen, also fiel eine Wandertour aus.
Heimatmuseum
Stattdessen sind wir ins Heimatmuseum im Ötztal gefahren - sehenswert.

PluilStall

Am Dienstag wieder Regen. Trotzdem haben wir uns etwas Bewegung verschafft und im Hotel Tischtennis gespielt. Man muß ja die Angebote, die die Unterkunft bietet, auch mit nutzen. Wir hoffen auf besseres Wetter und dies war auch angekündigt.
Nebenbei bemerkt, sind wir von der Außenwelt abgeschlossen. Die einzige Zufahrtsstraße ist wegen "der Niederschlagssituation" bei Schön gesperrt. Werden wir jemals wieder nach Hause kommen...?

Dann kommt es aber doch, das schöne Wetter. Also auf zum Mittagskogel (3159m). Der Aufstieg ist leicht, nämlich mit dem Pitz-Express (einer U-Bahn im Berg) zum Pitztaler Gletscher. Dann wurde es etwas schwerer als erwartet. Lag erst noch 30 cm Schnee, waren es bald über einen Meter. Sehr anstrengendes Schneestapfen zum Gipfel. Vorgehensweise: Reintreten in den Schnee; festen Halt suchen; Knie nach vorn in den Schnee drücken; Hochstemmen; nächster Schritt in der Hoffnung nicht wieder so tief einzusinken; Hoffnung vergebens...

Aufstieg

Gipfelkreuz

Oben angekommen

Auch der Abstieg war schwer, obwohl wir nun eine Spur hatten. Zurück ging es über den Gletscher und die Braunschweiger Hütte fast immer bergab. Das Schöne an dem schönen Wetter war die Aussicht, das Schlechte war der Sonnenbrand, den wir uns bei dieser Tour geholt hatten. Man hätte es sich denken können, aber Bergeuphorie hat mal wieder den Verstand ausgeschaltet. Der unfreiwillige Ruhetag am Donnerstag wegen übelsten Sonnenbrand hat uns dann wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht. Am Freitag geht es wieder auf Tour, dieses Mal auf dem Cottbuser Höhenweg und im Nebel. Das ist dann nach Regen und Sonnenschein die dritte Wetterlage, die wir ausprobieren mußten. Eine kleine Klettereinlage ins (neblige) Nichts machte allen Spaß.

KlettersteigCottbuser Höhenweg

Am Samstag sind wir dann durch alle Katastrophengebiete nach Hause gefahren. Die Straße im Pitztal war wieder befahrbar, gleichwohl stellenweise zerstört. Die Spuren der Überschwemmungen waren besonders vor Garmisch noch deutlich zu erkennbar. Auch hier fehlte ein Stück der Straße und man holperte über eine Behelfsstrecke. Aber nichts hielt uns auf in Richtung Heimat...

Mehr Bilder gibt es auf dem privaten Webserver (nicht immer erreichbar).